Geniale Technik: Puren Sonnenstrom tanken mit intelligenten Wallboxen von E3DC

Nachdem wir seit Mitte Mai endlich unsere PV-Anlage in Betrieb genommen haben, sind nun noch wie geplant die beiden Wallboxen für unsere E-Autos dazugekommen. Wir hatten uns bei der Gesamtplanung für PV Anlage Batteriespeicher für ein Komplettsystem von E3DC entscheiden – auch daher, dass wir uns das “Sonnenstrom-Überschussladen” für die Autos gewünscht hatten.

Das Konzept dazu sieht so aus: Wenn die Sonne scheint und die Batterie des E3DC Hauskraftwerks ausreichend geladen ist, dann startet das System automatisch das Laden des E-Autos. Somit kann man den Stecker einfach irgendwann (zum Beispiel abends) in das Auto stecken und am nächsten Tag wird die Ladung automatisch gestartet, sobald ausreichend Strom vom Dach kommt.

Man kann verschiedene Parameter einstellen: Ob und bis zu welchem Ladestand die Hausbatterie mitbenutzt werden soll und ob und wie lange auch Strom aus dem Netz zur Unterstützung genutzt werden soll. Hier habe ich zum Beispiel eingestellt, dass die Batterie bis zum Ladestand von 30% genutzt werden soll und dass bis zu fünf Minuten lang Netzstrom zur Überbrückung genutzt werden darf (zum Beispiel wenn Wolken vorübergehend die Leistung vermindern).

Wenn wir zu Hause sind, stehen die Autos somit immer “ladebereit” auf ihren Parkplätzen und warten auf den Sonnenstrom.
Genial – wenn man es mal eilig hat, kann man jederzeit per App oder mit einem einfachen Schalter direkt an der Wallbox zwischen “Sonnenmodus” oder “Direktladen” umschalten. Bei dem direkten Laden wird keine Rücksicht darauf genommen, ob die Sonne scheint oder nicht und das Auto wird somit schnellstmöglich geladen.

Ebenfalls praktisch ist, dass man in der E3DC App einstellen kann, ob schnell oder langsam geladen werden soll. Zum Beispiel reduzieren wir im normalen Alltag die Ladeleistung auf 6 Ampere. Somit lädt der Tesla 3-phasig mit insgesamt knapp 4KW. So viel Sonnenstrom ist meistens als “Überschuss” vorhanden (vorausgesetzt die Sonne scheint).
Wenn mal zwischendurch die Leistung der Sonne etwas runtergeht oder ein anderer Verbraucher wie beispielsweise ein Herd dazu kommt, mischt das System automatisch entsprechend Strom aus der Hausbatterie dazu. Wenn dann jedoch der Ladezustand der Hausbatterie auf 30% sinkt und nicht genug neuer Strom vom Dach hinzu kommt, dann wird das Laden unterbrochen und erst dann wieder automatisch fortgesetzt wenn genug Strom vorhanden ist – funktioniert prima!

Wenn die Sonne scheint und schönes Wetter ist, steigt die Lust mit dem Fahrrad ins Büro zu fahren (wenn ich keine Auswärtstermine habe …). Auch das passt optimal zusammen, denn dann steht das Auto den ganzen Tag über in der Garage und wird mit dem Überschuss-Sonnenstrom langsam aber sicher vollgeladen. Bisher hat sich eingependelt, dass ich im Durchschnitt ein Mal in der Woche mit dem E-Bike nach Lemgo ins Büro fahre. Pro Jahr kommen somit immerhin ca. 1.000 eingesparte Autokilometer zusammen. Nicht schlecht, aber da ist natürlich noch Luft nach oben.

Es ist ein tolles Gefühl wenn man von zu Hause losfährt und weiß, dass man den selbst produzierten Sonnenstrom im Tank hat.

Fazit und Kurzfassung:
Mit dem integrierten System von E3/DC kann man sein Auto bequem und auf sehr einfache Weise mit selbst produziertem, reinen Sonnenstrom betanken.


Nachtrag August 2022:
Ich bin weiterhin begeistert und ziehe eine Zwischenbilanz zu den Leistungen der Wallboxen. Das Ergebnis poste ich bei LinkedIn und bin überrascht auf welch eine große Resonanz mein Beitrag dort stößt:

10.000 Kilometer Autofahren mit purem Sonnenstrom! ☀️⚡️🚗 Ich ziehe gerade eine Zwischenbilanz: Im Jahr 2022 haben wir von Januar bis heute (Stand 21.08.22) 1.497 Kilowattstunden mit unserer PV-Anlage reinen Sonnenstrom in die beiden Autos geladen.
Bei einem Durchschnittsverbrauch von 15 kWh auf 100 Kilometern ergibt das eine Strecke von ca. 10.000 Kilometern.

Ich finde es extrem faszinierend, dass es technisch möglich ist seine alltäglichen Autofahrten mit der Kraft der Sonne zu realisieren.
Die Energie zum Antrieb geht direkt vom Dach in den „Tank“. Also ohne dass vorher für jeden gefahrenen Kilometer eine lange Kette von Prozessen erforderlich ist: Ölbohrung, Rohöl Transport per Tanker zur Raffinerie, dort Herstellung von Benzin unter hohem Energieeinsatz, Transport zur Tankstelle, in den Tank des Autos, Verbrennung mit enorm hohen Energieverlusten für den Antrieb des Autos, lokale Emissionen …

Natürlich ist auch beim E-Auto nicht alles perfekt und bevor dieses überhaupt fahren kann, muss auch dort Material aus der Natur gewonnen werden (Lithium etc.) und auch Energie für die Herstellung muss aufgewendet werden. Aber immerhin kann man das E-Auto dann mit sauberer Energie betreiben. Nach der Nutzung können die Rohstoffe der Batterien recycelt werden, um danach wieder neue Batterien daraus zu machen. Geschieht dies alles eines Tages mit 100% grünem Strom, ist eine saubere Kreislaufwirtschaft möglich.
Theoretisch ist Energie aus Wind und Sonne unbegrenzt verfügbar, wir müssen sie nur „ernten”!

Die Umstellung wird natürlich noch einiges an Zeit dauern und die vorhandenen Verbrenner müssen selbstverständlich erst noch weiter benutzt werden. Und vielleicht passt das E-Auto auch (noch) nicht für jede Anwendung und die bisherige Infrastruktur. Aber für die allermeisten Fälle funktioniert es bereits heute und bei der Anschaffung eines Neufahrzeugs (z.B. Firmenwagen) fände ich es schade, wenn weiterhin über viele Jahre noch unzählige Verbrenner in den Umlauf kommen.

#sonnenstrom
#elektroauto
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