Notstromfunktion mit E3DC Hauskraftwerk: Unser Haus kann jetzt Inselbetrieb

Ein toller Nebeneffekt bei unserer neuen PV Anlage mit Batteriespeicher ist die Möglichkeit, dass bei einem Stromausfall das gesamte Haus mit Strom versorgt werden kann. Hierbei gibt es bei E3/DC einige Vorteile im Vergleich zu anderen Anbietern.

Die Besonderheit bei dem System von E3/DC ist, dass es „echten“ Notstrom unabhängig vom Stromnetz macht und ein eigenes Netz im Haus aufbaut. Das bedeutet, dass es im Falle eines Stromausfalls automatisch in den sogenannten Inselmodus geht und sich vom Stromnetz physisch komplett trennt.
Mit einem Motorschalter werden bei einem Stromausfall die drei Phasen zum öffentlichen Stromnetz automatisch abgetrennt und der eigenständige Betrieb beginnt. Die Trennung vom Netz ist wichtig, damit die Anlage während des Inselbetriebs keine Spannung nach außen abgibt und ansonsten beispielsweise ein Arbeiter am Sicherungskasten an der Straße einen Stromschlag von unserem Sonnenstrom bekommen könnte.

Vollwertiger Strom im Inselbetrieb

Wenn der Inselbetrieb läuft, werden alle drei Phasen im Haus vollständig bedient. Viele andere Systeme können nur eine Phase mit Strom versorgen und man muss sich dann bei der Installation entscheiden, welcher Stromkreis oder welche Etage im Haus während des Notstrombetriebs laufen soll. Da unsere Wärmepumpe alle drei Phasen benötigt, war es mir wichtig, dass auch sie im Notstrombetrieb funktioniert und wir dann zum Beispiel warmes Wasser zum Duschen nutzen können.
Ich hatte mich bei meinen Recherchen gewundert, dass die meisten anderen Anlagen anscheinend gar keinen “richtigen” Notstrom können. Manche bieten zum Beispiel auch nur eine einzelne Schuko-Steckdose für den Notstrom, womit man dann während eines längeren Stromausfalls ja auch nicht besonders viel anfangen könnte.

Optimale Einstellungen finden

Für die Batterie des Hauskraftwerks von E3/DC kann man eine Notstromreserve festlegen. Das bedeutet, man gibt an wie viel Kapazität des Batteriespeichers für den Notfall reserviert sein soll. Ich habe mich zunächst für 1,5 kWh entschieden. Unser Speicher hat knapp 12 kWh und man muss sich überlegen was einem wichtiger ist: Ein möglichst hoher Autarkiegrad im alltäglichen Betrieb der PV Anlage, oder eine möglichst große Notstromreserve. Denn stellt man die Reserve sehr hoch ein, fehlt dem System im Betrieb nutzbarer Speicherplatz für den Strom, der vom Dach kommt und die Autarkie sinkt somit unter Umständen.
Mann muss sich also Gedanken machen und vielleicht immer mal wieder mit den Werten spielen und beobachten wie es sich auswirkt.

Sonne im Notstrombetrieb und Start “aus dem Nichts”

Faszinierend ist zudem, dass im Inselbetrieb natürlich die Leistung der PV Anlage genutzt werden kann und bei Überschuss auch die Batterie geladen wird. Auch wenn das Netz für eine längere Zeit ausfallen sollte, wird die Batterie im Haus somit immer wieder frisch aufgeladen, sobald die Sonne scheint und genug Überschuss-Strom da ist. Selbst die Autos könnte ich im Inselbetrieb laden (wenn genug Strom von der Sonne vorhanden ist, oder sogar aus der Hausbatterie – falls diese ausreichend aufgeladen ist).

Wir können somit bei einem Stromausfall alles relativ normal weiter betreiben. Aber was ist, wenn über Nacht die Batterie leer läuft (und naturgemäß dann auch keine Sonne vorhanden ist)?
Dann kommt die sogenannte “Schwarzstartfähigkeit” ins Spiel. Wenn also über Nacht die Batterie leer läuft, kann die Anlage am nächsten Morgen “aus dem Nichts” heraus wieder starten, sobald die Sonne wieder da ist und Leistung bringt. Auch wenn immer noch kein Strom aus dem Netz da ist und unser Haus komplett getrennt ist. Das kann soweit ich weiß keine einzige andere Anlage.

E3/DC Hauskraftwerk
Unsere neue Schaltzentrale für Photovoltaik, Wallboxen und Notstrom:
Das E3/DC Hauskraftwerk

Speicher erweitern?

Nach einigen Monaten seit Inbetriebnahme unserer PV Anlage habe ich festgestellt, dass unser Speicher gerne etwas größer sein könnte. Wir haben das “Hauskraftwerk S10 Pro” inklusive der Standard Batterie mit 12 kWh. Nun habe ich ein Angebot angefordert, den Speicher noch auf 19 kWh zu erweitern.
Das hätte drei Vorteile: 1) Es bleibt an sonnigen Tagen mehr Platz zum Speichern des Stroms, um zum Beispiel somit den Strom “mitzunehmen” zum nächsten Tag an dem zu wenig Strom vom Dach kommt. Die Autarkie kann gesteigert werden. 2) Man kann die Notstromreserve größer machen, ohne die Autarkie stark zu verringern. 3) Das Hauskraftwerk kann mit der größeren Batterie mehr Leistung abgeben. Momentan kann die Anlage nur 6kW an Leistung rausgeben. Mit der größeren Batterie geht es bis zu 12kW in der Spitze. Wir hatten schon öfter den Fall, dass mehr als 6kW benötigt werden und in dem Moment nicht genug Leistung vom Dach kam und somit unnötigerweise Strom aus dem Netz gezogen werden musste. Außerdem sind 12kW im Inselbetrieb natürlich besser als 6kW, denn sonst könnte zum Beispiel der Herd nicht zusammen mit der Wärmepumpe laufen und die Sicherung würde vermutlich auslösen.

Braucht man überhaupt eine Notstrom-Funktion?

Das hatte ich mich am Anfang meiner Recherchen auch gefragt und es ist klar – das absolut wichtigste Kriterium ist dies natürlich nicht. So selten wie Stromausfälle in Deutschland vorkommen. Aber wenn es ein System gibt, welches diese ganzen Dinge “nebenbei” auch noch bietet, dann ist es doch sehr schön und es war ein kleiner zusätzlicher Pluspunkt bei meiner Entscheidungsfindung, der dazu beigetragen hatte mich für das Hauskraftwerk von E3/DC zu entscheiden.
Außerdem kann es durchaus sein, dass Stromausfälle zukünftig etwas häufiger als bisher vorkommen. Denn während im Sinne der Energiewende in den nächsten Jahren und Jahrzehnten alles “auf links” gedreht wird im europäischen Stromnetz, kann es in der Übergangsphase ja vielleicht doch etwas häufiger zu Ausfällen kommen als wir es bisher gewohnt sind.


Weitere Artikel zu unserer neuen Photovoltaikanlage und dem E3/DC Hauskraftwerk:


In dem Video von E3/DC wird alles zu dem Thema “Notstrom mit dem Hauskraftwerk” anschaulich erklärt:

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