25. April 2025

Urlaubsbericht: Elektroauto-Family Roadtrip Katalonien mit fünf Stationen und 3.700 km

Nach unserer 6.000-km-Tour durch Portugal im letzten Jahr war uns klar: Das wollen wir wieder erleben. Diesen Mix aus Roadtrip-Abenteuer, Familienzeit und dem Gefühl, mit einem Elektroauto entspannt und emissionsfrei durch Europa zu gleiten. Also ging es in den Osterferien dieses Mal nach Katalonien – insgesamt rund 3.700 km, verteilt auf fünf Stationen. Und wieder einmal zeigte sich: Elektrisch zu reisen ist für uns inzwischen absolute Routine.

Barcelona: Wo die Stadt pulsiert – und der Verkehr auch

Einer unserer ersten großen Stopps war Barcelona. Eine Stadt voller Leben, Architektur, Strände und … extrem viel Verkehr. Besonders spannend wurde es beim Besuch des Mirador Torre Glòries, einer Mischung aus Ausstellung und Aussichtsturm. Unten bekommt man in einer interaktiven Installation ein Gefühl dafür, wie komplex die Stadt als Organismus funktioniert: Von Tierwelt, über Bäume und Mikroklima bis hin zu Verkehrsströmen und Energiebedarf.

Als wir anschließend im 30. Stock auf die Stadt hinabblickten, fiel der Blick automatisch auch auf die einfahrenden Öltanker und die großen Raffinerieanlagen am Hafen. Verrückt, wie viel fossile Energie jeden Tag mitten in einer so schönen Stadt bewegt, verbrannt und verbraucht wird. Dieser Kontrast zwischen moderner Metropole und fossilen Altlasten hat mich ziemlich beschäftigt – und ein paar Gedanken dazu habe ich unterwegs auch auf LinkedIn geteilt.

Es zeigt sich immer wieder: Städte wie Barcelona kämpfen hart für bessere Luft – mit Umweltzonen, einem top ausgebauten ÖPNV und viel Grün. Doch solange Millionen Verbrenner täglich die Straßen füllen, bleibt dieses System unter Dauerstress. Ein weiterer Grund, warum elektrische Mobilität und starke Nahverkehrskonzepte so wichtig sind.

Dazu passend:


Hotel-Laden – eigentlich einfach … außer wenn Verbrenner im Weg stehen

Für unseren Roadtrip hatten wir alle Unterkünfte so gewählt, dass wir nachts laden können. Wenn wir am nächsten Morgen weiterfahren wollen, reicht es, das Auto abends anzustecken – fertig. Das ist einer der größten Vorteile für Familienreisen: Kein unnötiges Suchen nach Ladestationen, sondern Laden, während wir sowieso schlafen.

In Barcelona hatten wir allerdings den klassischen „Urlaubs-E-Mobilitätsmoment“: Zwei Ladesäulen am Hotel, beide blockiert von Verbrennern. Obwohl direkt daneben massig freie Parkplätze waren. Und ja, natürlich nervt das. Am nächsten Morgen wurde immerhin ein Platz frei, und wir konnten während des Frühstücks noch genug Strom nachladen. Vielleicht hat der Fahrer des sportlichen Alfa Romeo ja durch meinen Zettel einen kleinen „Lerneffekt“.

Solche Situationen sind zum Glück selten geworden, aber sie zeigen: Die Antriebswende ist nicht nur eine technische Frage, sondern vor allem eine Frage der Rücksichtnahme und des Bewusstseins. Würden alle Verkehrsteilnehmer ein bisschen mehr darauf achten, wäre das Laden genauso selbstverständlich wie Tanken.


Frankreich zeigt, wie es gehen kann: PV auf Supermarktparkplätzen

Auf der Rückfahrt gab es dann aber ein echtes Highlight – und zwar in Nancy: ein riesiger Supermarktparkplatz, komplett überdacht mit Photovoltaik. Darunter Schnelllader, Schatten für die Autos und Stromproduktion direkt vor Ort. Genau so muss das aussehen!

Ich habe recherchiert und herausgefunden – Frankreich verfolgt hier eine klare Linie: Bis 2028 müssen größere Parkplätze verpflichtend mindestens zur Hälfte mit PV überdacht sein. Das ergibt aus so vielen Gründen Sinn: Die Flächen sind ohnehin versiegelt, man schützt die Kunden vor Regen und Sonne, und man erzeugt Strom dort, wo er gebraucht wird – inklusive klimarelevantem Mehrwert.

Man steht darunter und fragt sich automatisch: Warum ist das in Deutschland noch die Ausnahme? Wir haben hier enorme Potenziale, die noch ungenutzt bleiben. Auf dem Rückweg habe ich lange über dieses Thema nachgedacht – und einen LinkedIn Beitrag dazu abgesetzt, der viel Resonanz bekam.



Fazit: 3.700 km elektrische Gelassenheit

Unser Katalonien-Roadtrip war – wie eigentlich immer – entspannt, spannend und voller Eindrücke. Und er zeigt erneut:

🔋 Elektrisch reisen funktioniert problemlos.
🛣️ Europa wird Monat für Monat besser beim Laden.
🌱 Unterwegs entdeckt man ständig neue Nachhaltigkeitslösungen.
🤯 Und manchmal sieht man auch, wie viel noch zu tun ist.

Für uns ist klar: Solche Urlaubsreisen verbinden alles, was wir lieben – Abenteuer, Familie, Natur und einen nachhaltigen Lebensstil, der sich richtig anfühlt. Und wir werden nächstes Jahr in den Osterferien wieder elektrisch nach Spanien aufbrechen. Bis dahin werden wir aber auch noch zwei Mal nach Schweden fahren – im Sommer und zu Weihnachten.

Denn:


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Ein Beitrag von Tobias Heinze
Ich versuche meinen persönlichen Fußabdruck immer kleiner werden zu lassen und mit meiner Familie möglichst „fossilfrei“ und umweltschonend im Bereich Wohnen, Mobilität, Urlaub und Ernährung zu sein.

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