
Veganuary â Halbzeitbilanz aus unserem Familienalltag đ±
Wir machen dieses Jahr wieder einen veganen Januar.
Nicht zum ersten Mal â aber bewusster denn je. Und vor allem: entspannter.
Nach der HĂ€lfte des Monats ist ein guter Zeitpunkt, kurz innezuhalten und zu schauen:
Wie lÀuft es eigentlich? Was fÀllt leicht, was schwer? Und was nehmen wir mit?
Unser Weg dahin: kein Schalter, sondern ein Prozess
Vor fast acht Jahren habe ich mich entschieden, kein Fleisch mehr zu essen. Ich hatte mich umfassend ĂŒber die Massentierhaltung informiert, so dass ich eines Tages gar nicht mehr anders konnte als mich so zu entscheiden (Tipp: dieser YouTube Kanal bringt auf angenehme Art zum Nachdenken …).
Der Schritt fiel mir damals erstaunlich leicht â im Alltag funktioniert das bis heute sehr gut. Komplett vegan zu leben hingegen war (und ist) fĂŒr mich eine gröĂere Herausforderung. Vor allem KĂ€se ist so ein Thema.
Gleichzeitig hat sich in den letzten Jahren viel verÀndert:
Viele Milchprodukte brauche ich schlicht nicht mehr. Hafermilch, Hafersahne & Co. sind lĂ€ngst fester Bestandteil unserer KĂŒche â und ganz ehrlich: Der Cappuccino mit Hafermilch bekommt mir sogar besser als frĂŒher mit Kuhmilch.
Meine Frau hatte schon vor ĂŒber zehn Jahren begonnen, sich vegetarisch zu ernĂ€hren.
Unsere beiden Töchter â inzwischen Teenager â essen ebenfalls kein Fleisch. Diese Entscheidung kam ganz von allein. Wir haben nie verboten oder gedrĂ€ngt, sondern immer parallel gekocht und Fleisch als Option angeboten. Irgendwann war es einfach nicht mehr nötig.




Die Idee kam von unserer Tochter
In den letzten Jahren hat vor allem eine unserer Töchter immer wieder angeregt:
âWarum probieren wir nicht mal einen ganzen Monat vegan â alle zusammen?â
Gesagt, getan.
Der erste Veganuary hat gezeigt: Es ist machbar. Und gar nicht so kompliziert, wie man vorher vielleicht denkt. Deshalb machen wir es dieses Jahr wieder â und sind jetzt in der Halbzeit angekommen.
Was auffÀllt:
Mit der Zeit kommt die Routine. Und mit der Routine werden die Gerichte besser. Kreativer. SelbstverstĂ€ndlicher. Auch unser eigenes âKĂŒchenkönnenâ wĂ€chst mit.
Zwischen Genuss, Gewohnheit und neuen Perspektiven
Ja, Pizza mit âechtemâ KĂ€se schmeckt anders â oft auch besser.
Das muss man nicht wegdiskutieren. Gleichzeitig gibt es inzwischen erstaunlich gute vegane KĂ€sealternativen. Und am Ende kommt es beim Geschmack ohnehin auf mehr an: gute Zutaten, frisches GemĂŒse, GewĂŒrze, Beilagen.
Auch Fleischersatzprodukte spielen bei uns eine Rolle. Sie werden immer besser und können den Einstieg erleichtern. Trotzdem merken wir immer wieder: Nichts geht ĂŒber âechteâ frische Zutaten und einfache, gut gemachte Gerichte.
Viele unserer Lieblingsgerichte sind ohnehin vegan â oder lassen sich mit kleinen Anpassungen problemlos als vegane Variante umsetzen. Man muss nicht alles neu erfinden.



Kein Dogma, kein Perfektionismus
Wichtig ist uns dabei eines: Wir gehen das Ganze nicht dogmatisch an.
Wir haben uns darauf geeinigt, unsere gemeinsame Hauptmahlzeit am Abend (+ FrĂŒhstĂŒck zu Hause) vegan zu gestalten. Wenn tagsĂŒber irgendwo Milch oder KĂ€se enthalten ist und es sich nicht sinnvoll vermeiden lĂ€sst, dann ist das okay. Es geht nicht um Perfektion, sondern um Richtung.
Diese Haltung nimmt Druck raus â und macht es am Ende nachhaltiger.
Unser Fazit zur Halbzeit
Veganuary fĂŒhlt sich fĂŒr uns nicht nach Verzicht an.
Eher nach einem Experiment, das Spaà macht und den eigenen Blick schÀrft.
Wir lernen neue Gerichte kennen, hinterfragen Gewohnheiten und merken einmal mehr: VerĂ€nderung funktioniert am besten Schritt fĂŒr Schritt â ohne Zwang, aber mit Neugier.
Wie viel wir davon ĂŒber den Januar hinaus mitnehmen, wird sich zeigen.
Aber eins ist jetzt schon klar: Dieser Monat hinterlĂ€sst Spuren. Im Kopf. Und auf dem Teller. đ±







Bildergalerien â unsere bisherigen, vielfĂ€ltigen veganen Gerichte im Veganuary 2026:
đ Linsen Bolognese mit Tomaten-Sahnesauce (Hafer), Cashew Topping
đ„ Veganes Poke Bowl mit knusprigen Teriyaki-Tofu WĂŒrfeln
đ New York Burger mit selbstgemachten Bohnen-Pilz-Pattys und frischen Ofenkartoffeln
đź Wraps mit GemĂŒse und veganer Hackfleischsauce
đ Pasta mit Spinat-Sahnesauce (Hafer) und Champignons, dazu Salat mit Feigensenf-Dressing (Agaven-Dicksaft statt Honig)
đ Selbstgemachte Pizza mit frischem Tomaten-Zwiebel Topping, veganem Kokos-Mandel-KĂ€se und Rucola, Chili Olivenöl
đ„ Romanesco Kokos-Curry mit Kartoffeln
đ Geröstete Auberginen mit Couscous Salat und veganem Joghurt Dip
đ„ Mango-Burger mit selbstgemachtem Schwarze-Bohnen Patty und veganer Joghurt-Mayonnaise
đ Tikka Masala mit geröstetem Blumenkohl und knusprigem Tofu
đ Gebratene Reisnudeln mit frischem GemĂŒse und Planted Steak
đ Penne mit Pastasauce aus ofengeröstetem Hokkaido KĂŒrbis und Mandel-Topping

Ich versuche meinen persönlichen FuĂabdruck immer kleiner werden zu lassen und mit meiner Familie möglichst âfossilfreiâ und umweltschonend im Bereich Wohnen, MobilitĂ€t, Urlaub und ErnĂ€hrung zu sein.
Ăber mich



Wir nutzen Google ReCaptcha zur Antispam-PrĂŒfung. Bitte aktiviere diesen Dienst: