
Neuer Dreh mit E3/DC: Wie wir die Winterlücke schließen
Vor ein paar Wochen wurde bei uns zu Hause ein Film gedreht – zusammen mit E3/DC, deren Systeme wir seit 2021 im Einsatz haben. Jetzt ist der Film erschienen und ich nutze die Gelegenheit, hier im Blog etwas ausführlicher zu erzählen, warum mich dieses Thema so begeistert: Wie schaffen wir es endlich, auch im Winter weitgehend autark zu sein?
Spoiler: Die Antwort hat weniger mit der Sonne ☀️ zu tun – und viel mehr mit KI, Strommarktintelligenz und zukünftig auch Bidi-Laden.
Der Film zeigt das alles sehr anschaulich – schaut gerne rein, wenn ihr tiefer einsteigen möchtet:
Unser Setup: PV, Speicher, Wärmepumpe – und die berühmten „guten 8 Monate“
Seit bald fünf Jahren läuft unser E3/DC-Hauskraftwerk mit:
- 14 kWp Photovoltaik,
- 17,5 kWh Speicher,
- integriertem Wechselrichter & Notstrom,
- zwei intelligenten Wallboxen,
- und (seit 13 Jahren) unserer Erdwärmepumpe.
Von März bis Oktober funktioniert das perfekt. Diese Monate sind bei uns nahezu vollständig autark – Strom, Wärme, Mobilität inklusive. Rund 12.000 km fahren wir jedes Jahr fast ausschließlich mit Überschussstrom vom Dach.
Doch dann kommen die berühmten vier dunklen Wintermonate. Und egal wie gut die Anlage ausgelegt ist: Die Sonne steht tief, die Tage sind kurz, das Dach liefert einfach zu wenig Energie. Das war der Punkt, der mich jahrelang am meisten genervt hat.
Wie der Strommarkt plötzlich Teil meiner Autarkie wurde
Vor zwei Jahren habe ich deshalb erstmals einen dynamischen Stromtarif eingebunden. Anfangs noch manuell: Jeden Tag entscheiden, wann man günstig lädt.
Später wurde das System cleverer – automatische Prognosen, intelligente Ladefenster, weniger Aufwand, mehr Effizienz.
Kurzer Zwischenstand:
Dynamische Tarife sind ein echter Gamechanger für alle, die im Winter ein PV-System mit Speicher betreiben.
Mittlerweile läuft das bei uns über das Smart Meter Gateway in Kombination mit E3/DC komplett automatisiert. Das System entscheidet täglich neu:
- Wie wird das Wetter?
- Wann ist Strom günstig?
- Wie hoch ist unser Verbrauch?
- Sollte der Speicher mit Netzstrom geladen werden?
- Oder lieber das E-Auto?
AI 360°: Wenn der Winter kein Gegner mehr ist
Das Herzstück des neuen Films – und das Feature, das mich wirklich begeistert – ist die neue AI 360° von E3/DC.
Diese KI analysiert:
- Lastprognosen
- Wettermodelle
- Preisentwicklung am Strommarkt
- Verbrauchsprofile im Haus
- Lade- und Heizverhalten
Und daraus entsteht ein völlig neuer Autarkiebegriff:
Nicht mehr autark von der Sonne, sondern autark durch intelligente Strommarktnutzung.
Das bedeutet:
Im Winter wird der Speicher gezielt in den günstigen Zeitfenstern geladen – häufig zu Zeiten, in denen besonders viel erneuerbarer Strom im Netz ist.
So wird ein eigentlich „solarschwacher“ Monat plötzlich ein deutlich autarkerer Monat. Nicht mit Sonnenstrom, sondern eben mit AI360° Autarkie aus dem Netz.

Das ist nicht nur gut für mein Portemonnaie, sondern auch gut für das Stromnetz – wir beziehen möglichst immer dann den Strom, wenn er gerade im Netz zur Verfügung steht (zum Beispiel nachts Windstrom …). Und wenn das Netz gerade stark belastet ist (wie zum Beispiel morgens oder zum Feierabend wenn alle kochen), dann kommt unser Strom aus dem Speicher.
Modul 3: Noch günstigerer Strom durch §14a EnWG
Ein weiteres Thema, das im Film erwähnt wird: Modul 3. Damit werden in bestimmten Zeitfenstern die Netzentgelte reduziert, wodurch ich teils auf rund 13 Cent pro kWh kommen könnte.
Für ein System mit Speicher bedeutet das: Günstiger Strom rein – später am Tag teuren Strom vermeiden.
Gerade im Winter mit Wärmepumpe ist das ein enormer Vorteil. Leider wurde es bei mir bisher noch nicht aktiviert – aber für 2026 steht das auf jeden Fall an!
Bidi-Laden: Wenn das E-Auto zum Teil des Energiesystems wird
Für mich kommt bald ein weiteres Puzzleteil hinzu: Bidirektionales Laden.
Unser ID. Buzz soll künftig nicht nur Energie aufnehmen, sondern bei Bedarf auch wieder abgeben – Vehicle-to-Home (V2H).
Warum ist das so spannend?
Ganz einfach:
Ein E-Auto-Akku hat ein Vielfaches der Kapazität eines typischen Heimspeichers.
Wenn die KI entscheidet, wann das Auto günstig geladen wird und wann es das Haus versorgt, entstehen völlig neue Möglichkeiten:
- mehr Flexibilität
- bessere Nutzung von Strommarktdynamik
- noch geringere Winterkosten
- höhere Unabhängigkeit
- mehr Netzstabilität (Vehicle-to-Grid ist der nächste Schritt)
Im Film gibt es dazu bereits einen kleinen Vorgeschmack.
Der Drehtag: Warum mir solche Einblicke wichtig sind
Als Andreas Piepenbrink, der CEO von E3/DC, mich fragte, ob sie bei uns drehen dürfen, musste ich nicht lange überlegen. Ich nutze das System seit Jahren und weiß, wie viel Praxis-Know-how und echte Innovation darin steckt.
Besonders spannend fand ich die Gespräche mit Nicolas Bartholomäus, der die KI-Integration bei E3/DC maßgeblich entwickelt hat.
Dass aus dem Drehtag jetzt ein Film geworden ist, der auf YouTube viele Menschen erreicht, freut mich sehr. Denn genau solche Inhalte fehlen häufig: praktische, positive Beispiele, wie Energiewende im Alltag funktioniert – auch im Winter.





Fazit: Die Energiewende wird nicht durch Ideologie entschieden – sondern durch Technologie
Mit PV, Speicher, Wärmepumpe, dynamischen Tarifen, intelligentem Energiemanagement und bald Bidi-Laden ist klar:
Die Technologie ist da. Wir müssen sie nur nutzen.
Und der Winter, der früher der große Gegner war, wird heute mehr und mehr zu einer steuerbaren Phase statt zu einem Problem.
Das war übrigens schon das zweite Mal, dass bei uns zu Hause mit E3/DC gedreht wurde. Im Jahr 2023 entstand ein Referenz-Film, der unser „fossilfreies Hauskonzept“ als Ganzes vorstellt:
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Ich versuche meinen persönlichen Fußabdruck immer kleiner werden zu lassen und mit meiner Familie möglichst „fossilfrei“ und umweltschonend im Bereich Wohnen, Mobilität, Urlaub und Ernährung zu sein.
Über mich



Hallo Tobias,
Toller Beitrag wieder.
Wir hatte ja schon mal Kontakt Anfang 2024 zum Thema „Ostrom und Tibber: Erfahrungen dynamischen Stromtarifen und E3/DC“.
Bei mir läuft seit 04/2025 der Dynamische Strom mit Tibber endlich, ich hatte ja damals deinen „50€ Bonus“ genutzt. Dankeschön.
Aber warum bist Du jetzt zu Ostrom gewechselt?
Meine Begeisterung ist mit der PV Anlage seit 2021 ungebrochen.
Ich habe seit dem meinen jährlichen Gasverbrauch von 16.000 kWh fast halbiert.
Mach weiter so. Beste Grüße aus Berlin
Hallo Jens, Danke für das Feedback! Ich bin gewechselt, da zunächst nur Ostrom von E3/DC direkt integriert war. Aber kurz danach war Tibber dann ebenso integriert (und der Wechsel wäre daher gar nicht nötig gewesen …). Aber ich fand den Wechsel trotzdem gut, da ich somit das deutsche Startup unterstütze. Der CEO war vor einiger Zeit zu Gast im E3/DC Studio und hat das System vorgestellt. Tibber ist aber weiterhin mit der App m.E. „Benchmark“.
Viel Spaß weiterhin mit deiner PV Anlage und dem dynamischen Tarif!