Wir müssen uns ändern – aber schaffen wir das?

Klima- und Umweltschutz: Werden wir uns ändern?

Im vergangenen Jahr ist so vieles geschehen – Corona, Krieg, Krisen. Mir sind zum Jahreswechsel einige Gedanken durch den Kopf gegangen. Ist es nicht komisch, dass die Menschen immer irgendeinen großen „Hammer“ benötigen, um endlich für eine wirkliche Veränderung in Bewegung zu kommen?

Letztendlich ist es oft nur das Geld im eigenen Portemonnaie, welches die Leute zum ernsthaften Nachdenken bewegt. Die Energiekrise und die Corona-Zeit haben somit “indirekt” vieles im Bereich Klimaschutz bewirkt. Zumindest dies könnte im Nachhinein als positives Überbleibsel dieser Zeit gesehen werden:

☀️ Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen sind plötzlich in aller Munde – jedoch nicht in erster Linie wegen des Klimaschutzes und um die Abhängigkeit von endlichen Rohstoffen zu beenden, sondern weil die Strom- und Gaskosten stark gestiegen sind!

🚗 Elektroautos sind auf einmal besonders gefragt – aber nur dann wenn die Spritpreise nach oben klettern und es an der Tankstelle im Portemonnaie spürbar wird?

🧑‍💻 Wichtige Meetings (und damit verbunden oft lange und klimaschädliche Anreisen) müssen plötzlich gar nicht mehr so dringend „persönlich“ stattfinden, sondern können oftmals genauso gut als Onlinemeeting durchgeführt werden. Aber nicht um CO2 Ausstoß einzusparen, sondern weil es von heute auf morgen wegen Corona einfach nicht anders machbar ist.

🥩 Auch Fleischverzicht ist plötzlich „en vogue“ – nicht jedoch wegen des Tierleids und der klimaschädlichen Massentierhaltung, sondern weil wegen des Ukrainekrieges eine Nahrungskrise aufzieht und man erkennt, dass Tierfutter auf den Feldern letztendlich weniger effektiv ist und die vegetarische(re) Ernährung eine Option ist.

🛍️ Beim Konsum ist es wegen Problemen mit Lieferketten auf einmal normal, dass nicht immer alles so schnell zu haben ist wie gewohnt. Man muss also auch mal warten und merkt somit vielleicht, dass das ja gar nicht so schlimm ist?

✈️ Flugreisen und Kreuzfahrten 🚢 waren während der Corona Zeit nicht mehr so wichtig und sind stark eingebrochen – aber nicht wegen Erkenntnissen zum Thema Klimaschutz, sondern wegen der Ansteckungsgefahr an Bord.

Es gibt sicher noch viele weitere Themen und Beispiele …

💚🧡

Bei den Themen schlagen zwei Herzen in meiner Brust – einerseits ist es schön zu sehen, dass Menschen sich ja durchaus ändern können, wenn die Umstände sich entsprechend verändern. Anderseits ist es ja ein wenig traurig, dass dies oft nur aus finanziellen oder anderen Gründen geschieht und nicht aus einem Umweltbewusstsein heraus.

Wir Menschen können ja scheinbar „verzichten“, wenn uns die Umstände dazu zwingen. Aber die drohende Klimakatastrophe scheint noch nicht zwingend genug zu sein?

Hoffen wir, dass viele der Veränderungen seit 2020 nachhaltig bleiben und als Anstoß für positive Entwicklungen dienen. Ich bleibe optimistisch, denn viele Veränderungen fühlen sich für mich im Nachhinein nicht an wie ein Verzicht, sondern wie ein Gewinn! 💪🌱


Im Eindruck der damals gerade in Erscheinung tretenden Corona Krise habe ich im April 2020 einen Blogpost zum Thema „Corona zeigt es: Wir müssen uns ändern“ geschrieben (wie viel ist von dem damaligen Eindruck geblieben?):


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